Die DOG München besuchte das neue Gymnasium München-Nord an der Knorrstrasse mit der Eliteschule des Sports. Rektor Leonhard Baur und Sportkoordinator Sebastian Keil informierten die interessierten Mitglieder unterstützt von OSP Bayern-Leiter Klaus Pohlen über das sportliche Konzept der Einrichtung und dessen erfolgreiche Umsetzung. An einem heißen Mittwoch konnten die Teilnehmer das Volleyballtraining der 7. und 8. Klasse beobachten um dann im Anschluss ihre Eindrücke beim weiteren Gedankenaustausch im nahen Biergarten zu vertiefen.

Eine Volleyballbundesliga-taugliche Turnhalle, ein Judoraum, der im normalen Sportunterricht auch für Tanzstunden genutzt werden kann, ein Fußballfeld, eine Beachvolleyball-Anlage, eine Laufbahn, ein Fitnessparcours und eine 40 Meter lange Boulderwand begeisterten nicht nur die ehemaligen Spitzensportler der Besichtigungsgruppe. Die sogenannten Lernhäuser mit Klassenzimmer für die Unter- und Mittelstufe, einem Teamraum der Lehrer, der eigene Bereich für die Oberstufe, Ausweichräume, Sanitäranlagen oder eine multifunktionale Mitte, in der Schüler in Team- oder Freiarbeit lernen können, gefielen durch ihre Großzügigkeit und Freundlichkeit. Auch die Physik-, Chemie- und Biologie-Säle in einem eigenen Stockwerk sowie die Mensa, die gleichzeitig als Veranstaltungsraum genutzt werden kann, beeindruckte die DOG-Gruppe, mit ihrem Vorsitzenden Alexander von Stülpnagel und man war sich einig: „Hier würden wir auch noch einmal gern zur Schule gehen.“

Nach vier Jahren Planungs- und Bauzeit hatte das Gymnasium im Münchner Norden mit dem Schuljahr 2016/2017 eröffnet, das unter der Regie des Freistaates für 900 Schülerinnen und Schüler ausgelegt ist. Werbung musste Leonhard Baur für sein neues Gymnasium nicht machen. Im Eröffnungsjahr 2016 meldeten sich 191 Kinder für die Klassen 5-7 an, er startete mit fünf statt vier fünften Klassen und musste dennoch Schüler abweisen. In diesem Jahr hat sich die Situation verschärft: 222 Kinder, so viele wie an keine andere Schule sonst, wollten an die Knorrstraße. Die Eltern wurden per Mail bereits über die Absagen informiert. „Es waren viel zu viele, die wir abweisen mussten. Das ist nicht schön für uns“, sagt Baur. Es traf knapp 90 Schüler. Kriterium für die Aufnahme die Entfernung zur Schule. Wer mehr als zwei Kilometer entfernt lebt, hatte kaum mehr Chancen.

Anders verhält es sich mit den sportlichen Talenten, die ab der 8. Klasse aufgenommen werden. Wie auch in den übrigen Eliteschulen des Sports, Berchtesgaden, Oberstdorf und Nürnberg werden nur Kadermitglieder der Fachverbände aufgenommen. Insgesamt wird an der Schule neben Volleyball und Judo in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Sportverbänden Basketball, Bogenschießen, Leichtathletik, Schwimmen, Synchronschwimmen, Shorttrack, Tischtennis und Trampolinturnen für junge Talente im differenzierten Sportunterricht angeboten.

Herr Baur war sehr angetan von der DOG Idee, ehemalige Olympiateilnehmer für die Übernahme einer Patenschaft einer Sportklasse zu gewinnen. Noch vor der Sommerpause sollen die Gespräche diesbezgl. aufgenommen werden.

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