Die Internationale Olympische Akademie (IOA) in Olympia/Griechenland ist das akademische Kernstück des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). In 1938 entstand die Idee einer solchen Einrichtung aus Anlass der Beisetzung des Herzens des französischen Baron Pierre de Coubertin – dem Begründer der Olympischen Spiele der Moderne – in einer Stele in Olympia. Im Jahre 1961 fand die 1. Session der IOA als Summer School noch in einem Zeltlager statt. In 2019 wurde bereits zum 26. Mal das weltweit berühmte „International Seminar on Olympic Studies for Postgraduate Students“ in Griechenland veranstaltet. Dabei stand die Veranstaltung in diesem Jahr, unweit des antiken Olympiastadions, u.a. unter dem Motto: „OLYMPIC DIPLOMACY AND PEACE“.

Das postgraduale Seminar stellt eines der traditionellen Kernprogramme der IOA dar und richtet sich dabei an Hochschulabsolventen aus allen fünf Kontinenten. Das Verständnis und Wissen über die Olympische Bewegung und ihre Ziele sowie der sich daraus ergebenden Aufgaben werden im Rahmen von Vorlesungen, Case Studies, Diskussionsgruppen, Präsentationen sowie mittels Exkursionen zu kulturhistorischen Ausgrabungsstätten und Museen intensiviert.

Im Verlauf der Anreise über Athen, Korinth, Nafplio und Nema besuchte die Gruppe aus 25 Studenten (20 Länder/5 Kontinente) mehrere historisch bedeutsame Sport- und Kultstätten, bevor sie sich in unmittelbarer Nähe des antiken Heiligtums in täglichen Vorlesungen zusammen mit der internationalen Professorenschaft aus Deutschland, Österreich, Tschechien, den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Geburtsland der Olympischen Spiele und der Demokratie – Griechenland – aktuellen Fragestellungen rund um die Olympische Bewegung widmeten. Im Vorfeld dieses postgradualen Seminars wurden von der internationalen Studentenschaft wissenschaftliche Abhandlungen eingereicht die in täglichen Präsentationen dem internationalen Plenum vorgestellt und diskutiert wurden.

Im Rahmen des renommierten Seminars durfte unser Münchner DOG-Mitglied Roland Krimmer seine Forschungsarbeit präsentieren. Mit seiner Masterarbeit “International goal-oriented sport policy: approaches and recommendations for the Olympic Movement” konnte Krimmer diesbezüglich einen akademisch hochwertigen Beitrag erbringen und dem internationalen Auditorium vorstellen. Darüber hinaus bekam er die Gelegenheit mit den Kommilitonen aus den anderen akademischen Hochschuleinrichtungen aus aller Welt ins Gespräch zu kommen, bevor das internationale Seminar mit einem Besuch der archäologischen Stätte in Delphi abgerundet wurde.

Im Nachgang an das postgraduierende Seminar wurde Roland Krimmer durch das „Hans van Haute Scholarship Committee“ mit einem Stipendium gewürdigt und durfte im Zuge dessen noch einmal für eine Woche nach Olympia reisen um seine Masterthesis der „International Olympic Academy Participants Association“ vorzustellen.

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