16 Prozent Zuwachs für „Olympic Solidarity“-Programme – 590 Millionen US-Dollar für Athleten und NOKs

 

25 Prozent mehr für Athletinnen und Athleten, 25 Prozent mehr für National Olympische Komitees (NOKs) und insgesamt eine Steigerung von 16 Prozent auf nun 590 Millionen US-Dollar: Das Budget des „Olympic Solidarity“-Programmes des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wird auch im nächsten Vierjahreszyklus von 2021 bis 2024 noch einmal steigen. Diesen Beschluss fasste die IOC-Exekutive bei ihrer Videokonferenz in dieser Woche. Die Verabschiedung des Budgets bietet den Athleten und den 206 NOKs der Welt Planungssicherheit bis zu den Olympischen Spielen Paris 2024.

„Eine große Lehre aus der aktuellen Coronakrise ist, dass wir mehr Solidarität brauchen. Mehr Solidarität in Gesellschaften aber auch mehr Solidiarität zwischen Gesellschaften. Solidarität wird von der Olympischen Gemeinschaft aktiv gefördert. Die heutige Entscheidung, das Budget von ‚Olympic Solidarity‘ für den nächsten Vierjahreszeitraum um 16 Prozent auf 590 Millionen US-Dollar zu erhöhen, ist ein starkes Zeichen inmitten einer weltweiten Krise“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach.

„Mit 25 Prozent ist die Steigerung für die direkten Athletenprogramme prozentual sogar noch höher als der Zuwachs insgesamt. Hinzu kommt, dass die Athleten als Mitglieder ihrer Olympiamannschaften von der 25-prozentigen Steigerung für die NOKs profitieren. Das IOC wird auch weiterhin alle NOKs durch eine Reihe von Programmen unterstützen, speziell die NOKs, die die meiste Hilfe benötigen sowie das IOC-Flüchtlingsteam. Die Priorität liegt dabei dabei auf der Athletenunterstützung und der Unterstützung ihrer Betreuung.“

Im zu Ende gehenden Zyklus (2017-20) sind rund 25.000 Top-, Nachwuchs- und Flüchtlingsathleten von „Olympic Solidarity“ unterstützt worden, darunter 3000 Sommer- und Wintersportler, die Stipendien erhalten haben. Auch fünf Top-Athleten vom Team D zählen aktuell dazu: Kanu-Weltmeister Max Hoff, Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul, Schwimmweltmeisterin Sarah Köhler, Bahnradsportler Leon Rohde und der Weltmeister im Einer-Rudern Oliver Zeidler.

Aber auch 8500 Coaches und Betreuer wurden von „Olympic Solidarity“ von 2017 bis 2020 gefördert, darüber hinaus 650 Kurse für die Sportadministration in den NOKs der Welt. Für die Teilnahme ihrer Athletinnen und Athleten an den Olympischen Spielen und den Olympischen Jugendspielen erhielten die NOKs in den zurückliegenden vier Jahren darüber hinaus rund 100 Millionen US-Dollar.

Historisch betracht hat sich „Olympic Solidarity“ seit der Olympiade 2005-2008 mehr als verdoppelt. Die Budgets lagen bei 244 Millionen US-Dollar (2005-2008), 311 Millionen US-Dollar (2009-2012), 438 Millionen US-Dollar (2013-2016), 509 Millionen US-Dollar (2017-2020) und nun bei 590 Millionen US-Dollar.

Insgesamt gibt das IOC 90 Prozent seiner Einnahmen an die Olympische Bewegung und damit an den Sport in der ganzen Welt weiter. Dies entspricht täglich rund 3,4 Millionen US-Dollar. Damit werden Athletinnen und Athleten, Organisationskomitees Olympischer Spiele, Nationale Olympische Komitees, internationale Sportverbände und Sportorganisationen rund um den Globus unterstützt. Durch dieses Solidarprinzip wird sichergestellt, dass die Olympischen Spiele und die Olympische Bewegung global sind. Das Programm „Olympic Solidarity“ als eines der IOC-Programme zur Unterstützung des weltweiten Sports dient dabei der direkten Förderung von Athleten und NOKs.

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IOC-Präsident Bach auf dem Weg nach Tokio

Ein Treffen mit dem japanischen Premierminister Suga Yoshihide und Beratungen mit dem Organisationskomitee Tokio 2020 sowie Begegnungen mit Athletinnen und Athleten, inklusive eines Besuchs des Olympischen Dorfes und des Olympiastadions stehen im Mittelpunkt eines Besuches von IOC-Präsident Thomas Bach Anfang der Woche in Tokio. Dort wird er am morgigen Sonntag eintreffen, um sich über den Stand der Vorbereitung für die Olympischen Spiele Tokio 2020, die vom 23. Juli bis 8. August 2021 stattfinden, zu informieren.

Um sich auf den Besuch vorzubereiten und das Risiko einer COVID-19-Infektion gering zu halten, hatte sich die kleine IOC-Delegation im Vorfeld zurückgezogen und soziale Kontakte vermieden. Darüber hinaus reist sie mit einer Chartermaschine. Alle Delegationsmitglieder wurden vorab getestet und werden bei Ankunft in Tokio erneut getestet.

Tokio 2020 stand auch im Mittelpunkt der Videoschalte der IOC-Exekutive am vergangenen Mittwoch. Dabei zeigte sich Thomas Bach erfreut über die Nachricht, dass die besten Basketball-Spieler der Welt aus der US-amerikanischen Profiliga NBA an den verschobenen Olympischen Spielen im nächsten Jahr in Tokio teilnehmen können. Spielergewerkschaft und Clubbesitzer hatten sich zuvor auf einen frühen Saisonstart und ein rechtzeitiges Saisonende verständigt. „Das haben sich die Spieler gewünscht, das haben sich die NOKs gewünscht und das hat sich die Olympische Bewegung gewünscht. Es ist eine hervorragende Nachricht die zeigt, wie gut die Zusammenarbeit zwischen IOC, NBA und dem internationalen Basketball-Verband FIBA ist“, sagte der IOC-Präsident in der Pressekonferenz nach der Exekutivsitzung.

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IOC-Athletenkommission: viel Flexibilität und Disziplin in Tokio 2020 wegen COVID-19 nötig

Die Diskussion über notwendige Maßnahmen gegen COVID-19 während der Olympischen Spiele Tokio 2020 stand im Mittelpunkt der Diskussion von IOC-Exekutive und IOC-Athletenkommission am vergangenen Mittwoch. Dabei unterstrichen die Athletenvertreterinnen und -vertreter ihre Unterstüzung für die Arbeit des Organisationskomitees und des IOCs an einem Werkzeugkasten mit verschiedenen COVID-19 Gegenmaßnahmen für die Spiele in Tokio. Die Umsetzung der Maßnahmen werde viel Flexibilität und Disziplin von allen Beteiligten verlangen. “Der Respekt für die Regeln wird auch eine Frage von Solidarität zwischen den Athleten und all jenen sein, die im Olympischen Dorf leben. Das hat die Athletenkommission klar zum Ausdruck gebracht”, berichtete IOC-Präsident Thomas Bach im Anschluss an die Beratungen.

Die Athletenkommission ist die einzige IOC-Kommission, die regelmäßig zu einer gemeinsamen Sitzung mit der Exekutive zusammen kommt. Zugleich ist sie durch ihre Vorsitzende, Schwimm-Olympiasiegerin Kirsty Coventry, in der IOC-Exekutive mit Sitz und Stimme vertreten. So ist sichergestellt, dass keine IOC-Entscheidung ohne Mitsprache der Athletinnen und Athleten getroffen wird.

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