Staats- und Regierungschefs der G20-Länder unterstützen Tokio 2020 und Peking 2022

 

Die Staats- und Regierungschef der G20-Länder haben ihre Unterstützung für die Olympischen und Paralympischen Spiele Tokio 2020 und die Olympischen Winterspiele Peking 2022 zum Ausdruck gebracht. In der Abschlusserklärung des virtuellen G20-Gipfeltreffens, das am Wochenende unter der Präsidentschaft von Saudi-Arabien stattfand, heißt es: „Als Symbol für die menschliche Widerstandsfähigkeit und das globale Miteinander in der Bewältigung von COVID-19, loben wir Japans Entschlossenheit, im nächsten Jahr die Olympischen und Paralympischen Spiele Tokio 2020 auszutragen. (…) Wir freuen uns auf die Olympischen Winterspiele Peking 2022.“ (Englisches Original: “As a symbol of humanity’s resilience and global unity in overcoming COVID19, we commend Japan’s determination to host the Olympic and Paralympic Games Tokyo 2020 next year. (…) We look forward to the Beijing Winter Olympics in 2022.”)

 

Auf Einladung der saudi-arabischen Präsidentschaft hatte IOC-Präsident Thomas Bach die Möglichkeit, die Gipfelteilnehmerinnen und -teilnehmer in einer Rede zu adressieren. „Sport kann Leben schützen. Während der Coronavirus-Krise haben wir alle gesehen, wie wichtig Sport für die physische und mentale Gesundheit ist“, sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). „Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dies anerkannt und mit dem IOC ein Kooperationsabkommen unterschrieben. Auf dessen Grundlage haben die UN, die WHO und das IOC die gemeinsam gebrandete Kampagne ‚Healthy Together‘ gestartet und setzen zusammen internationale Projekte um. Zugleich bereiten wir uns darauf vor, zu einer weltweiten Impfkampagne beizutragen.“

 

IOC-Präsident Bach hob darüber hinaus die Bedeutung von Solidarität in der Welt nach dem Cornavirus hervor: „Wir haben eine wichtige Lehre aus dieser Krise gezogen: Wir brauchen mehr Solidarität. Mehr Solidarität in den Gesellschaften und mehr Solidarität zwischen den Gesellschaften. Bei den verschobenen Olympischen und Paralmypischen Spielen Tokio 2020 werden wir bald diese Form von Solidarität feiern. Durch die Teilnahme von allen 206 Nationalen Olympischen Komitees und dem IOC-Flüchtlingsteam wird eine starke Botschaft der Solidarität, der Widerstandsfähigkeit und der Einheit der Menschheit in all unserer Vielfalt von diesen Olympischen Spielen ausgehen. In diesem Zusammenhang bin ich Premierminister Suga sehr dankbar, dass er unsere Entschlossenheit teilt.“

 

Thomas Bach bat die G20-Teilnehmer, die politische Neutralität der Olympischen Spiele und des IOC zu respektieren: „Ich bitte Sie in aller Bescheidenheit, unsere politische Neutralität zu unterstützen. Diese erlaubt es uns, die Olympischen und Paralympischen Spiele, zu diesem großartigen Symbol von globaler Solidarität ohne jede Form von Diskriminierung zu machen.“

 

Zuvor hatte der japanische Premierminister Suga Yoshihide gesagt: „Ich bin entschlossen, die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio zum Symbol dafür zu machen, dass die Menschheit das Virus überstanden hat. Ich weiß, dass IOC-Präsident Thomas Bach, den ich jüngst getroffen habe, die gleiche Entschlossenheit hat. Wir werden weiterhin alles unternehmen, um sichere und geschützte Spiele zu realisieren.“

 

Unterstützung für das IOC und die Olympischen Spiele hatte auch Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO, zum Ausdruck gebracht: „Ich möchte Premierminister Suga willkommen heißen und ihm versichern, dass die WHO eng mit dem IOC zusammenarbeitet, um die Olympischen Spiele im nächsten Jahr in Tokio zum Erfolg zu führen und zu einem Symbol der Hoffnung für die Welt zu machen.“

 

Die Rede war die zweite von IOC-Präsident Bach bei einem G20-Gipfel, nachdem er die Staats- und Regierungschefs im Juni 2019 beim G20-Gipfel in Osaka adressiert hatte.

 

Die ganze Rede und ein Foto von dem G20-Gipfel finden Sie hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.